INTER gelingt der Befreiungsschlag – 3:0 in Arnstadt

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INTER gelingt der Befreiungsschlag - 3:0 in Arnstadt

Ist die Durststrecke nun vorbei: INTER Leipzig hat sich mit einem klaren 3:0 beim ebenfalls abstiegsbedrohten SV 09 Arnstadt etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschafft. Nach Toren von Eerola und Glänzel gingen die Messestädter nach einem teils wilden Spiel als klarer Sieger vom Platz.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war eindeutig: INTER mit 18 Punkten nur einen Platz vor den Gastgebern (14 Punkte) musst nach teils knappen Niederlagen in Rudolstadt (0:2) und zuhause gegen Neugersdorf (1:2) nun endlich in die Pötte kommen, soll die Saison nicht doch noch ein völlig unerwartetes Ende nehmen.

Dabei waren die Thüringer dem Team um Kapitän Robin Glänzel noch als äußerst unangenehmer Gegner in Erinnerung. Im Hinspiel hatte der extrem gallig auftretende SV 09 Arnstadt die drei Punkte aus dem Torgauer Hafenstadion entführt.

Das sollte nicht nochmal passieren, zumindest ließen die Leipziger vom Anpfiff weg im Stadion Am Obertunk erkennen, dass sie hier was reißen wollten. Sofort starteten sie über den wieder im Mittelfeld aufgebotenen Marek Langr druckvolle Angriffsaktionen. Die erste gute Chance  hatten dann aber die Gastgeber. Patrick Hädrich, einst auch für INTER unterwegs, donnerte den Ball jedoch in die Wolken. Fast im Gegenzug zeigte Anton Eerola, weswegen ihn die Leipziger verpflichtet haben, doch auch sein Schuss wurde abgeblockt. Intensiv ging es die ersten zehn, fünfzehn Minuten hin und her, beide Teams versuchten es mit Weitschüssen, die doch weitgehend neutralisiert wurden.
Als sich das Spiel eine Verschnaufpause zu nehmen schien dann der erste Paukenschlag: der heute noch zu großer Form auflaufende Anton Eerola nahm den Ball gut 20 Meter vor dem Tor an und tankte sich unnachahmlich durch den Arnstädter Strafraum. Mehrere Abwehrspieler konnten ihn nicht stoppen, und noch im Fallen dreht er sich um die eigene Achse und drosch den Ball unhaltbar ins linke obere Toreck (32.). Riesenjubel bei den Leipzigern.
Die Gastgeber zeigten sich nur kurz geschockt vom Gegentreffer und erhöhten nun wieder den Druck auf das INTER-Gehäuse, das heute von Topi Valtonen für den verletzten Isaak Djokovic gehütet wurde. Der finnische Hüne stand nun gleich mehrfach im Brennpunkt des Geschehens, und konnte mehrere Gelegenheiten für die Thüringer vereiteln (Barthel, Hädrich, Scheuring). Mit der Gästeführung ging es in die Pause.
Zurück auf dem Feld nahmen die heute in orange aufgelaufenen Leipziger das Spiel gleich wieder in die Hand. Im Minutentakt berannten sie das Tor des SV Arnstadt. Insbesondere Eerola zeigte sich endgültig in Topverfassung. Der Finne ackerte, band immer mindestens zwei, meistens drei Spieler und schoss aus allen Lagen – dabei auch mal am leeren Tor vorbei (49.). Doch er blieb dran und hätte in der 51. Minute beinahe die Führung ausgebaut, zwischenzeitlich hatte sich auch Abwehrstratege Kevin Williams mit einem Weitschuss versucht.
In der 56. Minute schließlich doch das zweite Erfolgserlebnis für den Finnen: Nach einem diesmal ruhenden Ball erzielte er mit einem 20-Meter-Freistoß an Mauer, Freund und Feind vorbei, das 2:0 für INTER. Die Vorentscheidung? Das Leipziger Trainerteam Hänsel/Schroepfer traute dem Frieden nicht, feuerte die Mannschaft weiter an, als stünde es noch 0:0. Und das war richtig so, denn die Platzherren hatten sich mit der Niederlage bei Weitem nicht abgefunden, versuchten weiter den weiteren Absturz in Richtung Landesliga zu verhindern. Besonders der eingewechselte Marco Pusch brachte die INTER-Deckung mehrfach in Schwierigkeiten, doch auch er konnte mehrere Chancen nicht nutzen.
So machte dann schließlich Kapitän Robin Glänzel mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter (81.) alles klar für seine Truppe. Kevin Williams war vorher im Strafraum zu Fall gebracht worden. Schiedsrichterin Miriam Schwermer pfiff sofort.

INTER fährt überglücklich und ziemlich erleichtert mit drei verdienten Punkten nach Hause. Zeit zum Ausruhen bleibt nur wenig. Bereits am Mittwoch müssen die Orange-Blauen wieder ran. Ab 18 Uhr rollt der Ball beim VfL 96 Halle.