1:2 im Paradies - eine gute Halbzeit zu wenig bei Carl-Zeiss-Jena II

Das war leider nicht paradiesisch – der Ausflug unserer Oberliga-Jungs zur Reserve des FC Carl-Zeiss Jena endet mit einer 1:2-Niederlage. Dabei hatte die Begegnung auf dem Nebenplatz des Ernst-Abbe-Sportfelds – idyllisch im Jenaer Park „Paradies“ gelegen – eigentlich erfolgversprechend begonnen. Heiner Backhaus hatte sich etwas einfallen lassen und stellte Abwehrturm Giannis Kantartzis von Beginn an überraschend in die Offensive. Der lange Grieche machte seine Sache gut, erkämpfte viele Bälle im Sturmzentrum und riss manche Lücke. Jena mit mehreren Drittliga-Spielern aus der ersten Mannschaft auf dem Platz versuchte gegenzuhalten, hatte aber in dieser Phase den Inter-Offensivaktionen wenig entgegenzusetzen. Folgerichtig ging unser Team in Führung. Adrian zeigte wieder, weshalb er auf dem Rasen steht: Nach einer Balleroberung auf der rechten Mittelfeldseite spielt Marcelo Franceschi unseren freistehenden Knipser an. Der sieht, dass Jenas Schlussmann Lukas Sedlak zu weit vor seinem Kasten steht und überwindet ihn mit einem sehenswerten Heber aus 30 Metern (8.). Inter danach weiter am Drücker, die Gastgeber finden aber langsam ins Spiel und tauchen in der Folge zwei, dreimal gefährlich vor Dimis Kasten auf. Mit der knappen Führung geht es in die Pause.

Im zweiten Durchgang spielt Giannis wieder in der angestammten Defensivposition, die Abwehr muss stabiler werden gegen die immer stärker auftrumpfenden Gastgeber. Dann der Rückschlag, als sich Inter in der 50. Minute einen Elfmeter einhandelt. James-Kevin Nahr lässt sich die Chance nicht nehmen und verwandelt zum Ausgleich für Carl-Zeiss II (60.). Zehn Minuten später gar das 2:1 für die Hausherren durch Dominik Bock (60.) Jena jetzt besser, Inter gelingt nicht mehr viel. Lichtblick eine Großchance für Robert Rode, der den Querpass nach einem mustergültig bis Grundlinie durchgespielten Angriff mit vollem Risiko aufs Jenaer Gehäuse donnert – leider aber in Lukas Sedlak seinen Meister findet.

Das Trainerteam reagiert, bringt mit Artem, Misaki und Shkodran frische Kräfte. Doch der Spielfluss aus der ersten Hälfte will sich nicht wieder einstellen. Inter versucht alles, in der Schlussphase hält es auch Basti Strietzel nicht mehr in der Abwehr, Giannis Kantartzis ist schon lange wieder auf einer Offensiv-Position.

Es reicht nicht, als Schiedsrichter Steffen Hösel aus Magdeburg nach 93 Minuten die Partie abpfeift, ist die erste Saisonniederlage für Inter besiegelt.

Am kommenden Wochenende ist spielfrei – Pokalwochenende. Zeit zum Krafttanken und Analysieren. Am 20. Oktober erwarten wir – dann wieder im heimischen Hafenstadion von Torgau – den TV Askania Bernburg.

Übrigens: Auf der Heimfahrt brach sich an diesem bislang durchgängig trüben Tag die Sonne Bahn …

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Foto: Silvio Posse