Flutlichtspiel im Ilburgstadion ohne Punkte für INTER

Mit einer der besten Saisonleistungen präsentierte sich der FC INTER am Freitag-Abend beim Tabellen-Nachbarn FC Eilenburg. Leider reichte die optische Überlegenheit zu keinem zählbaren Pünktchen im Auswärtsspiel. Schon nach dem Anpfiff sorgte INTER für ein Missverständnis in der Eilenburger Hintermannschaft, der erste Eckball war die Folge. Arlind Shoshi zieht von der Strafraumgrenze ab, FCE-Keeper Naumann streckt sich und wehrt den Ball zur dritten (!) Ecke nach 9 Spielminuten ab.

In der Folge köpft Ioannis Kantartzis den Ball übers Gastgebertor. Nach gut einer Viertelstunde Spielzeit schießt Arlind Shoshi dem bereits am Boden liegenden Keeper Naumann in die Arme. Fünf Minuten später versucht sich der Gastgeber durch Dennis Kummer per Fallrückzieher im Gästestrafraum, den Torhüter Dimitris Kyriatzis allerdings sicher pariert. INTER weiter mit Ballvorteilen, aber ohne nennenswerte Chancen. Eilenburg versucht es nach einem Konter mal aus spitzem Winkel übers Tor (27. Minute) bzw. nach gut einer halben Stunde durch Dennis Kummer, der sich links durchsetzt und den Ball am langen Pfosten des INTER-Tores vorbei zieht. Nach einem Pressschlag ist nach 37 Spielminuten buchstäblich die Luft raus (aus dem Ball) und auch bis zur Pause bleibt es auf dem Rasen zwar spannend, aber die hochkarätigen Knaller fehlen vor den beiden Toren. Somit geht`s torlos in die Halbzeitpause, bei einem lange nicht gesehen 7:0 nach Ecken für den FCI.

Nach dem Seitenwechsel versucht sich INTER mit einem Schuss aus der Drehung in Richtung Eilenburger Tor, allerdings geht der Ball von Christopher Misaki auch um einiges am Ziel vorbei. Dimitris Kyriatzis klärt nach 49 Minuten zur ersten Gastgeber-Ecke, die nichts einbringt. Trotz einiger Nadelstiche beider Teams dauert die nächste Torchance bis zur 60. Spielminute: Da muss eigentlich Jean Bosco Makengo die Leipziger Führung erzielen als er allein vor FCE-Keeper Naumann auftaucht und diese Riesenchance zunichte macht.

Und wie es im Fußball so ist – wer seine Möglichkeiten nicht nutzt, steht dann am Ende mit leeren Händen da. Ein klassischer FC Eilenburg-Angriff über die rechte Seite, vorbei an der Grundlinie an Ilias Becker und ein Pass quer zurück in den Strafraum auf Tim Bunge, der den Ball links unten ins Tor abschließt und die Gastgeber jubeln lässt. Verkehrte Welt eben im Lager der in weiß gekleideten Leipziger. In der Folge dann einige Wechsel bei den Muldestädtern (wohl auch der Spielzeit geschuldet) und dem einhergehenden Abzug der Ballkinder im Ilburgstadion… .

Die Schlussphase der Partie rennt INTER weiter an, Eilenburg ist auf Konter aus. Einen solchen verzieht bereits in der zweiten Nachspielminute der eben erst eingewechselte Fabian Döbelt über den Leipziger Kasten. Die Messestädter versuchen es mit langen Bällen und spielerisch – aber ohne die nötige Torgefahr um wenigstens einen Punkt noch mitzunehmen. Nach 94 Minuten pfeift Schiedsrichter Schiefer die Partie unter dem Jubel der Eilenburger ab, die clever ihre sich bietenden Chancen genutzt haben und zum rechten Zeitpunkt zugeschlagen haben. Aber für die spielerische Leistung (auch wenn diese nun nichts zählbares bringt) brauchen sich die Leipziger nicht zu verstecken. (ea)

Tor:

1:0 (77. Minute) Tim Bunge

Zuschauer: 175

FC Eilenburg: Naumann, Sauer, Schmidt (74. Klemm), Heidel (C), Bunge, Kummer, Majetschak, Jochmann (90+1. Döbelt), Vogel, Dimespyra (71. Röhrborn), Vetterlein

FC INTER Leipzig: Dimitris Kyriatzis, Ilias Becker, Christopher Misaki, Patrick Hädrich, Jean Bosco Makengo, Braima Cande, Juan Jose Serrano De La Cruz, Arlind Shoshi (76. Christian Hackl), Tzonatan Moutza (C), Marcelo Franceschi, Ioannis Kantartzis

Ersatzspieler ohne Einsatz: Ahmad Hellal Hosainie (ETW), Dongmin Kim, Arman Melkonyan, Zoran Levnaic, Raymond Aschenkewitz

Schiedsrichter: Johnny Schiefer (Annaberg-Buchholz), Assistenten: Richard Hempel, Benjamin Seidel

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